Vor dem Jahre 1875, als noch mit einer Handspritze gearbeitet wurde, waren die Bürger in so genannte "Rotten" eingeteilt. Diese "Rotten" waren nach ihrem Aufgabenbereich benannt und bestanden jeweils aus ca. 10 Bürgern. Der "Führer" dieser Rotten trug die Bezeichnung "Obmann", der gleichzeitig auch dem Gemeinderat angehörte.
Nachdem die Handspritze wohl nicht mehr ausreichend war, wurde mit Schreiben des Königlichen Oberamtes vom 27. August 1875 der Gemeinderat Neuweiler aufgefordert, "einen Beschluss zu fassen im Betreff der Anschaffung einer Feuerspritze." Der Gemeinderat stellte in seiner Sitzung am 2. September 1875 fest: "… die Gemeinde kann beim besten Willen die Kosten einer Feuerspritze nicht übernehmen, indem auch kein Lokal zur Aufbewahrung derselben vorhanden ist und solches erst gebaut werden muss. Somit möge das Königliche Oberamt auf die Mittel der Gemeinde noch einige Zeit Einsicht nehmen." Das Königliche Oberamt sagte sofort einen "beträchtlichen Beitrag" zu, so dass am 11. September 1875 die Anschaffung beschlossen wurde. Die Spritze wurde von "Fabrikant Kurz in Stuttgart" gekauft. Wegen der Unterbringung wurde beschlossen: "Zur Aufbewahrung derselben den vorderen Stall im Schulhaus einzurichten". Die Kaufsumme mit Saugeinrichtung betrug 780.- Mark.
Bereits 1875 wurde eine Anstell-Leiter mit Stützen und 2 Dachleitern gekauft. 1886 bestand die FFW bei 206 Einwohnern aus: 1 Kommandant, 8 Mann Sicherheitswache, 1 Spritzenmeister und Ersatzmann, 6 Mann Steiger- und Schlauchleger, 5 Männer zum Wasserschöpfen, 10 Männer zum Spritzen, 8 Männer zur Ablösung. Später kam dann noch ein Hornist dazu. Erster dieser "Bläser" war Jakob Renz.
Im Jahre 1882 wurde mit der Nachbargemeinde Breitenstein vereinbart: "Im Brandfalle ist die Feuerlöschmannschaft abzusenden und womöglich jedes geeignete Frauenzimmer der Gemeinde wo nicht wegen häuslichen Verhältnissen verhindert ist mit einer Wassergölte versehen…"
Bedeutsam für das gesamte Feuerlöschwesen war das Jahr 1885. Am 7. Juni 1885 wurde eine umfangreiche Landes-Feuerlösch-Ordnung erlassen. Am 29. März 1886 wurde auch in der hiesigen Gemeinde der Vollzug dieser Feuerlösch-Ordnung beschlossen. Dieser schrieb auch genau vor, wie die eingeteilten "Rotten" einzukleiden sind. Dies bedeutete natürlich einen erheblichen finanziellen Aufwand, der von einer solch kleinen Gemeinde kaum "sofort" zu bewältigen war. An diesem 29. März 1886 wurde Folgendes beschlossen:
In der Zeit des Ersten Weltkrieges wurde der Feuerlöschteich geschaffen (in dieser Zeit auch für die Neuweiler Jugend als "Freibad" genutzt). Im Jahre 1922 wurde "behördlich" angeordnet, dass eine weitere Wasserentnahmestelle bei der Eschenmühle an der Hauptstraße einzurichten ist. Mit der baulichen Vergrößerung der Gemeinde wurden auch die Gerätschaften der Feuerwehr entsprechend angepasst, so erhielt die FFW ihr erstes Feuerlöschfahrzeug am 1. Juli 1965. Das jetzige Gerätehaus wurde weit gehend in Eigenleistung erstellt (ca. 1863 Arbeitsstunden) und am 19. April 1977 seiner Bestimmung übergeben. In den Siebziger Jahren übernahm die FFW auch andere "kommunale" Aufgaben: Die Weihnachtsbäume wurden aufgestellt, später auch der jährliche Maienbaum, Beteiligung an der Aktion "Neuweiler soll schöner werden" mit dem Bau der Feuerstelle an der "Friedenslinde" oder der Renovierung des Backhauses, Bau eines Kinderspielplatzes und vieles andere mehr.
| 1844 |
Der Gemeinderat nimmt eine Einteilung der Feuerlöschmannschaft vor: Es gibt 2 Ledigenrotten mit 2 Obmännern – zusammen 24 Mann, sowie 2 Bürgerrotten mit 2 Obmännern – zusammen 21 Mann. |
| 1872
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Der Gemeinderat erlässt eine Feuerlöschordnung. Folgende Gerätschaften sind vorhanden: eine Handspritze, eine Leiter, Feuerhaken und Feuereimer. Die Lösch-Rettungsmannschaft besteht aus 2 Ledigenrotten mit 25 Mann, 2 Bürgerrotten mit 40 Mann und 2 lokale Feuerrotten mit 10 Mann. Wenn es im Ort brennt, wird mit der 2. Glocke geläutet, wenn es auswärts brennt mit der 1. Glocke. |
| 1876 |
Nach der Anschaffung der Saugfeuerspritze wird die Mannschaft neu eingeteilt: 1 Obmann, 1 Spritzenmeister, 4 Schlauchführer, 6 Buttenträger, 5 Wasserschöpfer und 31 Spritzenmänner. |
| 1972 | Taufe des LF 8 |
| 1974 |
Internationale Wettkämpfe in Mistelbach – 5. Juli 1974 Startschuß für eine bis heute andauernde Freundschaft zur Freiwilligen Feuerwehr Hennersdorf, Österreich |
| 1976 | Bau des heutigen Gerätehauses |
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1977 |
Zusammenschluß der FFW Weil im Schönbuch, Breitenstein, Neuweiler. |
| 1978
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Patengeschenk eines gebrauchten Löschfahrzeuges an Hennersdorf. |
| 1980 | Silber- und Bronze-Medaille beim Bundeswettkampf in Hannover |
| 1981 | Silbermedaille zur "Feuerwehr Olympiade" in Böblingen |
| 1983 | Neuer Mannschaftstransportwagen in Eigenleistung überholt und in etwa 300 Arbeitsstunden umgebaut. |
| 1984 | Goldmedaille bei internationalen Wettkämpfen in Illkirch-Graffenstaden in Frankreich. |
| 1985 | Landessieger in Aalen. |
| 1987 | 2. Internationaler Wettkampf in Neuweiler - 26. Juni 1987 |
| 1992 | 3. Internationaler Wettkampf in Neuweiler – 23.5.1992 |
| 1995 |
4. Internationaler Wettkampf in Neuweiler – 17. 6.1995 anlässlich des 125-jährigen Bestehens der FFW Abt. Neuweiler. |
| 2001 |
5. Internationaler Wettkampf in Neuweiler – 23.6.2001 |
Dies nur um einige von vielen Ereignissen aufzuzeigen.
Die Freiwillige Feuerwehr hat, nicht zuletzt dank der Mannschaft und deren Kommandanten, auch immer das Gemeinwesen Neuweiler gesehen, also nicht nur immer die eigenen Belange vertreten. Bei kommunalen Ereignissen waren und ist sie immer ein "treuer Helfer".